„Die Ratingagentur Standard & Poors hat wieder zugeschlagen“, berichtet Kathimerini, nachdem die amerikanische Agentur die Kreditwürdigkeit Griechenlands um zwei Stufen senkte. Bereits am Vortag hatte die Agentur Moody‘s Griechenland abgewertet und „der griechischen Regierung mit einer weiteren Herabstufung gedroht, wenn sie nicht weitere Sparmaßnahmen ergreife. Vor allem sollen die Staatsausgaben gesenkt und die Investitionen neu angekurbelt werden“. Wie die Athener Tageszeitung erklärt, bedeutet das konkret: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass der europäische Finanzrettungsmechanismus in Anspruch genommen, oder ein Schuldenschnitt gemacht werden muss.“ Unterdessen bezeichnete die griechische Regierung diese Neubewertung als „ungerechtfertigt“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.