„Wirtschaft unter Schock“, titelt das Handelsblatt nach dem Wahlsieg der Grünen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Bis zum letzten Tag hätten die Unternehmer Kampagne für die konservative Regierung im Stammland der deutschen Automobil-, Maschinen- und Atomindustrie gemacht. Ihre Furcht vor einem Ende der wirtschaftsfreundlichen Politik sei berechtigt, bemerkt die Wirtschaftszeitung, denn die grüne Zäsur reiche weit über Baden-Württemberg hinaus. „Die neue deutsche Leitkultur ist geprägt von Pazifismus, einer aggressiven Anti-Atom-Haltung und der Skepsis gegenüber Großprojekten aller Art. […] Vor allem die Chefs der großen Energiekonzerne müssen mit der dauerhaften Entwertung ihres Kapitalstocks rechnen.“ Die Deutsche Bahn kündigte am Vormittag einen vorläufigen Baustopp für Stuttgart 21 an.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.