"Er geht und wird sich wieder aufstellen lassen“, titelt i am Tag nach dem Rücktritt von Regierungschef José Sócrates. Wenige Minuten zuvor hatten sämtliche Oppositionsparteien seinen Sparplan (PEC IV) im Parlament abgelehnt. Die Lissabonner Tageszeitung weist darauf hin, dass Präsident Aníbal Cavaco Sócrates Amtsniederlegung erst nach dem EU-Gipfel vom 24. und 25. März akzeptieren wird. So "wird Sócrates mit einem Plan vor den Europäischen Rat treten, den sein Land abgelehnt hat“. Ferner erklärte Sócrates, dass er sich bei den noch vor Juni stattfindenden Parlamentswahlen aufstellen lassen wird. Zudem muss Portugal bis Juni 8,3 Milliarden Euro auf den Märkten aufnehmen, berichtet Público. Nun "wird das Land ohne Regierung aber keine Investoren finden und so gezwungen sein, um externe Hilfe zu bitten“. Mit der Entscheidung des Europäischen Rates, alle Diskussionen zum Eurozonen-Rettungsfonds auf Juni zu vertagen, wird "die Hilfe von außen zwangsläufig vom IWF kommen. Wie das auch der Fall für Griechenland und Irland war. Die vermutlich noch härteren Maßnahmen könnten die Portugiesen dann noch mehr in die Mangel nehmen, als das PEC IV getan hätte“, urteilt der Komunist von Diário de Notícias.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.