„Belgier kämpfen mit den Alliierten“, titelt De Standaard. Die Tageszeitung berichtet, dass vier Kampfflieger F16 am 21. März nach Libyen entsandt worden seien und dies noch ein paar Stunden bevor das Parlament die Teilnahme an der Militäroperation mit 125 von 126 Stimmen überhaupt billigte. Eine „verblüffende“ Entscheidung, kommentiert das Blatt, da das Land seit 280 Tagen keine Regierung formen konnte, die amtierende sich nur „um das Tagesgeschäft“ kümmern darf und somit für eine derartige Entscheidung keine Befugnisse habe. „Die Libyen-Affäre bringt einen neuen Elan ans Licht“, meint De Standaard und bedauert, dass ebenjener Elan nicht benutzt wird, um die innenpolitischen Fragen zu klären: „Das Parlament kann sich über Libyen einigen, aber nicht über Belgien.“
Belgien
Libyenkrieg, ein Tagesgeschäft?
22. März 2011
Presseurop
De Standaard De Standaard, 22. März 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.