„Zwei Tage Spannung bis Sócrates das neue PEC [=Sparprogramm] fertigstellt“, titelt Público, während sich das portugiesische Parlament auf die Debatte über die harten Sparmaßnahmen des Ministerpräsidenten vorbereitet, für welche beim Gipfel vom 11. März in Brüssel grünes Licht gegeben wurde. Bis zur Abstimmung am 23. März will José Sócrates mit Sozialpartnern und Oppositionsführern zusammentreffen, die drohen, seine Sparpläne zu ruinieren. Die Tageszeitung aus Lissabon erinnert daran, dass Sócrates seinen Rücktritt und vorgezogene Wahlen versprochen hat, falls das PEC (Programm für Stabilisierung und Wachstum) abgelehnt wird. Sie weist weiter darauf hin, dass er als aus dem Amt scheidender Ministerpräsident dennoch beim EU-Gipfel vom 24./25. März über die Änderungen des Europäischen Finanzstabilisierungsfonds dabei wäre. Dies könnte eine bittersüße Woche für Sócrates werden, meint Público: Am 26. März wird er wahrscheinlich für weitere zwei Jahre zum Leiter der portugiesischen sozialistischen Partei (PS) wiedergewählt, ein Amt, das er seit 2004 innehat.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.