Die zweite der neun für 2011 angesetzten Wahlgänge in Deutschland galt als eine Richtungswahl für Angela Merkels Koalition. Doch die Wähler aus Sachsen-Anhalt stimmten für Stabilität und bestätigten die große Koalition aus CDU (34 Prozent) und SPD (22 Prozent) für weitere vier Jahre im Amt. Das ist die „ewige große Koalition“, stellt die TAZ fest. Sie kann keinen wahren Sieger ausmachen, betont aber die Niederlage der rechtsextremen NPD, die an der Fünfprozenthürde scheiterte. Die alternative deutsche Tageszeitung bedauert die Ablehnung der CDU und der SPD, mit der Linken zusammenzuarbeiten, der Fraktion, die mit 25 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Wahlplatz landete. „Es scheint fast egal zu sein, wie die Wahl ausgeht – am Ende regieren sowieso CDU und SPD. [...] Doch für die politische Kultur ist die ewige große Koalition ein Schadensfall“, heißt es in der TAZ.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.