„Ernste Warnung an Nicolas Sarkozys Partei“, titelt La Tribune nach der ersten Runde der französischen Kantonalwahlen, bei der die Regierungspartei UMP zahlreiche Wählerstimmen einbüßte. Während die Sozialistische Partei mit 25 Prozent der Stimmen siegte, sorgt vor allem der gewaltige Zuwachs des Front National für Aufmerksamkeit: Mit 15 Prozent ist die von Marine Le Pen geführte rechtsextreme Partei der UMP dicht auf den Fersen. „Die blaue Welle Marine überflutet Frankreich“, schreibt das Wirtschaftsblatt und berichtet, dass die Wahlbeteiligung (45 Prozent) „bei Kantonalwahlen noch nie so niedrig war“. Sollte es in der zweiten Runde am 17. März zu einem Duell zwischen Sozialisten und Front National kommen, lässt die UMP ihren Wählern die „freie Wahl“. Für sie ist weder die Wahl des Front National noch die der „republikanischen Front“ akzeptabel.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.