"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Italien.“ Die Tageszeitung Corriere della Sera macht für den 150. Jahrestag der italienischen Einigung mit einer besonderen Titelseite auf: Mit Zitaten der bedeutendsten Werke der italienischen Literatur, von Vergil bis Alessandro Manzoni, Autor von I promessi sposi [dt. wahlweise: "Die Verlobten“ oder "Die Brautleute“]. Dennoch wurden die Feierlichkeiten von Kontroversen gekennzeichnet, wie das Blatt notiert: In Rom wurde Silvio Berlusconi ausgepfiffen. Die Menschen warfen ihm vor, dass er, um nicht seine (separatistischen) Verbündeten der Lega Nord zu vergraulen, sich nicht deutlich zur Einheit bekannt hätte. Die Rechtpopulisten aus dem Norden vertreten die Ansicht, dass "der Norden zahlt, damit Italien feiert.“ Doch zeigt eine Studie der La Stampa, dass die Behauptung der Lega Nord, "Padanien“ (Norditalien) würde es ohne das "Mezzogiorno“ (Süditalien) besser gehen, ein Trugschluss ist: "die 45 Milliarden Transferzahlungen des Nordens an den Süden generierten interregionale Importe in Höhe von 62 Milliarden Euro.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.