"Flashball, Waffe für Übergriffe", titelt Libération eine Woche nach einem Vorfall in der Pariser Vorstadt Montreuil. Am 8. Juli verlor der Regisseur Joachim Gatti ein Auge, nachdem er einen Flashball-Schuss eines Polizisten abbekommen hatte, während er gegen die Zwangsräumung eines besetzten Hauses demonstrierte. Die linksliberale Tageszeitung geißelt "die polizeiliche Gewalt" in einer "friedlichen Demonstration", wie Bürgermeisterin Dominique Voynet es ausdrückte.
"Joachim Gatti ist mindestens das siebte Opfer, das wegen dieser Ausrüstung seine Sehkraft einbüßt", empört sich Libération. "Der Gebrauch von Flashball und Taser müssen strenger reglementiert werden, und die Polizeibeamte […] besser ausgebildet". Die Waffe ist eigentlich ausschließlich zur Selbstverteidigung bestimmt. Auf Gesicht oder Kopf zielen ist streng verboten. Laut des Soziologen Fabien Jobard "ist die Brutalität oft ein Zeichen für eine Polizei, die ihr Terrain immer weniger unter Kontrolle hat".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.