„Brüssel nimmt Rating-Agenturen ins Visier“, schreibt El País und fasst so die Forderungen der EU-Finanzminister an die EU-Kommission zusammen, „schnellstens“ Vorschläge für eine bessere Regulierung zu machen. Die Tageszeitung notiert, dass diese Entscheidung der Eurogruppe zu einem Zeitpunkt fällt, in dem die Rating-Agentur Moody’s die Kreditwürdigkeit Griechenlands gleich um drei und die Spaniens um eine Stufe herabgesetzt hat. Die Noten wurden einen Tag vor den Ankündigungen beider Länder ihrer neuen Spar- und Reformpläne bekannt gegeben, ein Zeitpunkt, der innerhalb des EU-Rats vom 11. März „großes Erstaunen“ geweckt habe. Die Sparpläne aus Athen, Lissabon und Dublin hätten im Gegenteil positiv aufgenommen werden müssen. El País fügt hinzu, das „die Regulierung der Aktivitäten der drei Rating-Riesen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch ein großer Grund zur Frustration innerhalb der EU bleibt“: Die im letzten Jahr verabschiedeten Regelungen hätten sich „in der Praxis als sehr enttäuschend erwiesen.“
Finanzen
Rating-Agenturen unter Beschuss
15. März 2011
Presseurop
El País
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.