„Blockierte Generationen schleppen Eltern und Großeltern auf die Straße“, titelt Publico nach den Demonstrationen vom Samstag den 12. März, bei welchen Menschen aller Altersstufen und verschiedener politischer Richtungen zusammenkamen, um gemeinsam gegen soziale Unsicherheit und Arbeitslosigkeit zu protestieren. An den auf Facebook gestarteten und von mehreren Jugendbewegungen – Anarchisten, Nationalisten, Gewerkschaften und Unparteiischen – organisierten simultanen Umzügen in Lissabon, Porto und anderen portugiesischen Städten nahmen 300.000 Menschen teil, so inoffizielle Schätzungen. Die Demonstrationen fanden zu einem entscheidenden Moment für Portugal statt, bemerkt die Tageszeitung aus Lissabon, während das Land auf finanzielle Unterstützung der EU wartet, um sein Haushaltsdefizit auszugleichen. Am Freitag den 11. März kündigte die Regierung ein neues Sparpaket an, mit bestimmten Maßnahmen, die direkt die Rentner betreffen, was im Land eine politische Krise auslösen könnte.
Portugal
Massendemos gegen unsicheres Leben
14. März 2011
Presseurop
Público Público, 13. März 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.