„Wer behauptet, in Rumänien werde nicht mehr gebaut, irrt“, schreibt Jurnalul National. Für die Tageszeitung ist das Land „ein Paradies für überflüssige Bauten, je nutzloser, desto lieber“. Sie veröffentlicht eine „Anleitung“ zur Verwendung von EU-Strukturfonds, beispielsweise für Projekte wie „ein Zentrum zur Unterstützung der maroden Landwirtschaft, Computer ohne Strom- und Internetanschluss und Brunnen ohne Wasser!“
Die Kollegen der Online-Zeitung ZiuaVeche notieren, dass Rumänien bis Ende 2010 nur 239 Millionen Euro der zugesprochenen 19 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds für den Zeitraum 2007-2013 ausgegeben hat. Darüber hinaus ist auf der Titelseite von Jurnalul National zu lesen, dass Rumänien erneut vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im „Revolutions-Dossier“ [von 1989] verurteilt wurde. Bukarest muss an die Kläger, deren Familienangehörige während der Revolution getötet wurden, 52.000 Euro zahlen. Die „Inkompetenz und Trägheit der rumänischen Justiz wurde bestraft“, notiert das Blatt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.