„Während 100.000 Menschen den Buchmarkt retten wollen, rettet die Regierung ihre Reform“, stellt MF DNES fest und bezieht sich dabei auf die Petition der tschechischen Buchverlage gegen die Rentenreform, die über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 20 Prozent finanziert werden soll. Folge wäre die Erhöhung der Verkaufspreise für Bücher und Presseerzeugnisse, die derzeit einer Mehrwertsteuer von nur 10 Prozent unterliegen. „Die drei Parteien der Regierungskoalition haben ihre Diskussionen über die Rentenreform und die Erhöhung der Mehrwertsteuer wieder aufgenommen“, erklärt die Tageszeitung. Eine Alternative wäre die Einführung eines einheitlichen Satzes auf 17 Prozent. Doch wäre der Effekt absurd: „Die Preise für Lebensmittel, Zeitungen und Medikamente würden steigen, während die Preise für Zigaretten, Spirituosen und Elektronik [derzeit mit einer MwSt von 19 Prozent belegt] sinken würden.“ Die Rentenreform wird zur Farce“, bedauert ihrerseits Hospodářské noviny. „Anstatt über die Rentenreform zu diskutieren, reden wir über das Ende des Buchhandels und den intellektuellen Niedergang. Anstatt ein sparendes Volk zu haben, haben wir eines, das an den Preiserhöhungen verzweifelt.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.