„Take the money and run“: El Mundo nutzt den Titel eines berühmten Woody-Allen-Films als Anspielung auf die „Tricks“ der EU-Abgeordneten, die am Freitagmorgen im Parlament vorbeischauen, um den Tagessatz von 304 Euro einzukassieren, und dann sofort ins Wochenende nach Hause verschwinden. Eine Methode, die rund 60 EU-Abgeordneten (von 726) zur Gewohnheit geworden ist, darunter „eine Mehrheit aus Frankreich und den osteuropäischen Ländern“, wie die spanische Tageszeitung bemerkt. Die unabhängige britische EU-Abgeordnete Nikki Sinclaire machte die Masche publik, indem sie ihre Kollegen im Plenarsaal und in verschiedenen Bahnhöfen und Flughäfen fotografierte – die Bilder wurden in der britischen Wochenzeitung News of the World veröffentlicht. „Das Europäische Parlament weigert sich jedoch, seine Strategie zu revidieren“, heißt es weiter in El Mundo. Ein Sprecher des Parlaments bestätigte, diese Methode „entspreche absolut den Regeln“ und „nur die politischen Parteien können ihre Mitglieder dazu aufrufen, an nicht gearbeiteten Tagen nicht zu stempeln“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.