Gordon Browns bewegte Amtszeit als Premierminister könnte sehr wohl als diejenige in die Geschichte eingehen, die in der letzten Zeit die größten Schlagzeilen ausgelöst hat. In dem Monat, in dem 15 britische Soldaten in Afghanistan im Kampf ums Leben kamen, darunter acht allein dieses Wochenende, titelt der Daily Telegraph: "Brown’s 'Versäumnis'". Für die zunehmende Anzahl von britischen Verletzten in Afghanistan – mehr noch als im Irak – wird die Schuld den Kürzungen des Verteidigungsbudgets zugewiesen. Der Sprecher der konservativen Partei, Liam Fox, bezeichnete insbesondere die Reduzierung des Helikopterbudgets um 1,4 Milliarden Pfund als "katastrophal". Ungenügend ausgerüstete Truppen müssten nun Landwege einschlagen, auf welchen Hinterhalte und Sprengfallen der Taliban wahrscheinlicher seien. Auch von der moderaten Linken kann Brown keinen Trost erwarten: Bruce Anderson, Leitartikelautor des Independent, schiebt die Schuld für die Todesopfer ebenfalls auf den Bewohner der Downing Street Nummer 10. Die britische Öffentlichkeit unterstützt den Krieg in Afghanistan derzeit zunehmend, und zwar zu 46 Prozent, also 15 Prozent mehr als im Jahr 2006, laut einer ICM-Umfrage für die BBC.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.