Der G8 ist zwar großzügig, wenn es darum geht, die Wirtschaft seiner eigenen Staaten zu retten, doch gegenüber Afrika ist er knauserig. Nach der Zusammenkunft in L’Aquila vergleicht der Corriere della Sera die Gelder, die Afrika versprochen wurden, mit den Mitteln, die zur Bewältigung der Finanzkrise aufgewendet werden sollen. Das Resultat ist besorgniserregend. "Fünf Euro und 18 Cent pro Jahr. 43 Cent pro Monat. Das ist der Betrag, der jedem Afrikaner von den G8-Oberhäuptern zugedacht wurde", schreibt die Mailänder Tageszeitung. "Nur 0,13 Prozent der Summen, die in den letzten Monaten zuerteilt wurden, um die Wirtschaftskrise in den reichen Ländern einzudämmen."
Der Betrag sei so unbedeutend, dass er fast irrelevant sei, so die italienische Tageszeitung. "Wir wiederholen ständig, man solle den Afrikanern keine Fische geben, sondern Angelruten, und ihnen beibringen, wie man fischt. Nun, mit diesem Geld kann der Afrikaner einmal im Jahr einen Haken und zwei Meter Schnur kaufen. Aber keine Angel und keine Würmer. Und das Wasserproblem bleibt auch bestehen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.