Als Antwort auf die gewaltsame Unterdrückung des Volksaufstands in Libyen durch Muammar al-Gaddafi „friert Europa libysches Vermögen ein“, titelt der Corriere della Sera. Der Tageszeitung zufolge sollen „in mindestens fünf Ländern Firmenanteile und Investitionen des Revolutionsführers in Höhe von 30 bis 40 Milliarden Euro bis auf Weiteres gesperrt werden.“ Die Sanktionen sollen am 8. März in Kraft treten und betreffen mehrere Unternehmen, in denen libysche Staatsfonds zu den Hauptaktionären gehören, darunter die Ölkonzerne ENI, BP und Shell, Unicredit und BNP (Banken), Juventus Turin (Fußball) und Vodaphone (Telekommunikation). Unterdessen geht der Ansturm von Flüchtlingen aus Nordafrika weiter, berichtet La Stampa: In den letzten 24 Stunden seien 1700 Menschen auf Lampedusa angekommen; die Aufnahmelager stünden vor dem Kollaps.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.