Postimees, 7. März 2011
„Keine Überraschung nach Wahlsieg der Reformpartei, die bei den Parlamentswahlen 33 Sitze ergatterte“, berichtet Postimees. Auch die Sozialdemokraten schafften einen Durchbruch und gewannen 19 (der 101) Sitze. So werden nur vier Parteien in das Parlament einziehen. Die anderen – darunter Volkspartei und Grüne – haben die 5-Prozent-Hürde nicht geschafft. In ihrem Leitartikel erklärt die estnische Tageszeitung „die strenge, zu Krisenzeiten geführte [Haushalts-]Politik“ zum Erfolgsgeheimnis der konservativen Regierung von Premierminister Andrus Ansip. Darüber hinaus „haben die meisten Wähler anlässlich der Vorwahlen online gewählt, was beweist, wie beliebt die Wahl per Internet ist“, freut sich die Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.