Zwei Informateure, ein Reformer, zwei Vermittler, ein Aufklärer, ein Schlichter… 261 Tage nach den Parlamentswahlen hat sich König Albert II. angesichts der aufeinanderfolgenden Niederlagen aller Vermittler, dazu entschlossen, einen neuen zu ernennen. Diesmal geht der „unbefristete“ Vertrag an Wouter Beke: Der junge Vorsitzende der flämischen Christdemokraten (geb. 1974) soll ein institutionelles Abkommen zwischen den neun wichtigsten Parteien entwerfen, erklärt La Libre Belgique. Laut der Brüsseler Tageszeitung warten die Frankophonen darauf, dass er „die flämischen Positionen weise unter einen Hut bringt“, um die Wiederaufnahme der Gespräche zu erleichtern. Ein „riskantes Unterfangen“, betont La Libre in ihrer Kolumne. Für sie kann der junge „Anfänger“ dieses Abenteuer „in der oberen Liga“ nur gewinnen, solange er es mit „Schwung, Ernsthaftigkeit und Kreativität“ angeht.
Belgien
Viel Glück, Wouter Beke!
3. März 2011
Presseurop
La Libre Belgique La Libre Belgique, 3. März 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.