„Warum sind wir die Armen Europas?“ fragt Revista 22 auf ihrer Titelseite. Während Rumänien bereits im zweiten Rezessions-Jahr steckt, verzeichnen fast alle anderen Länder Mittel- und Osteuropas (u. a. Polen und die Tschechische Republik) wieder Wirtschaftswachstum. „Da wir schon die Ökonomie der Planwirtschaft teilen, die wir dem Kommunismus und der gemeinsamen Vergangenheit verdanken, sollten wir doch sinnvolle Schlüsse ziehen können, um der Krise besser die Stirn zu bieten“, schreibt die Wochenzeitung. Dass Rumänien so weit zurückliegt, habe mehrere Gründe. Beispielsweise Rumäniens Ruf im Ausland, schreibt Revista 22, die Spezialisten der Rating-Agenturen Fitch und Moody’s befragt hat: „Wir sind zu arm und viel zu korrupt. Zudem ist die Aufnahme von Krediten zu teuer. Die Rezessionswellen und die Inflation, die das Land seit zwanzig Jahren zittern lassen, machen die Dinge auch nicht leichter. Wenn wir dann noch die verantwortungslose Wirtschaftspolitik hinzunehmen, ist das Maß voll.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.