"Ook dat nog", "v'là autre chose!" Das am 9. Juli veröffentlichte Programm der Koalition, die demnächst Flandern regieren wird, beunruhigt Le Soir. Die Christdemokraten, die Nationalisten und die Sozialisten, die sich nach den Regionalwahlen vom 7. Juni zusammengeschlossen, haben beschlossen, nur flämischen Kindern Zuschüsse zum Kindergeld und höheres Schulgeld zu gewähren. "Frei übersetzt: Der kleine Jan startet besser ins Leben als der kleine Jean", schreibt die französischsprachige belgische Tageszeitung. "Das Verhalten der flämischen Führungskräfte ist nicht nur eine Schikane für die französischsprachige Bevölkerung. Es ist auch eine Respektlosigkeit den Flamen gegenüber. Denn Flandern gönnt sich seine überzogenen Ausgaben, obwohl es selbst in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt. Insofern werden es die flämischen Familien sein, die diese gemeinschaftliche Posse zahlen werden", bedauert Le Soir.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.