„Ein Obolus für Sparkassen“, titelt ABC, nachdem am Vortag der katarische Regierungschef Hamad bin Schassim Al Thani im Laufe des Besuchs in Doha seines spanischen Amtskollegen José Luís Rodriguez Zapatero – derzeit auf Reisen in der Golfregion – angekündigt hatte, dass Katar „2,7 Milliarden Euro in die spanische Wirtschaft investieren wird. Weitere 300 Millionen sollen zur Rekapitalisierung in die spanischen Sparkassen fließen.“ Die spanischen Sparkassen sind von der geplatzten Immobilienblase heftig in Mitleidenschaft gezogen worden, wie das Blatt schreibt. Die Gelder kämen aus dem katarischen Staatsfonds, der aus Ölgeschäften gespeist wird. Katar ist der drittgrößte Erdgaslieferant Spaniens, notiert ABC, und angesichts der Unruhen im arabischen Mittemeerraum, die Lieferungen aus Libyen und Algerein gefährden könnten, sei es nur natürlich, dass sich Madrid dem Land annähere. Demgegenüber hoffen die spanischen Unternehmen in Katar, so führt das Blatt fort, vom Bau der Infrastrukturen für die kommende Fußball-WM 2022 profitieren zu können, ein Markt, der auf 150 Milliarden Dollar geschätzt wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.