Genau 25 Jahre nach der Ermordung von Olof Palme „erinnert sich Schweden an das Drama“, titelt das Svenska Dagbladet und druckt die Titelseite vom 28. Februar 1986, dem Todestag des Ministerpräsidenten. Die Zeitung unterstreicht, wie sehr dieses Ereignis die schwedische Gesellschaft verändert hat: „Die Tatsache, dass der Ministerpräsident auf offener Straße (im Zentrum von Stockholm) erschossen wurde, hat den Menschen für immer die Illusion von einem sicheren Schweden genommen“, schreibt das Svenska Dagbladet. Nachdem 2003 die Außenministerin Anna Lindh unter ähnlichen Umständen ermordet wurde, hat sich dagegen „für immer das Bild eines Landes, in dem führende Politiker getötet werden, etabliert“. Schweden „ist immer noch nicht von diesem Schock geheilt“, schreibt die Zeitung weiter. Das Trauma werde noch durch die Tatsache verstärkt, dass der Täter niemals gefunden wurde. Laut einem Psychologen für Katastrophen an der Universität Uppsala „ist eine Krise so lange nicht überwunden, bis auf alle Fragen eine Antwort gefunden wurde.“
Schweden
Der Palme-Mord, eine offene Wunde
28. Februar 2011
Presseurop
Svenska Dagbladet Svenska Dagbladet, 28. Februar 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.