Als indirektes Opfer der Ereignisse in Tunesien, Ägypten und Libyen wird „die französische Diplomatie von der arabischen Revolte erschüttert“, wie Le Monde titelt. „Die Beschleunigung der Volksaufstände im Nahen Osten, einer Region in der Frankreich eine besondere Rolle zu spielen meint, sowie die Kritik an der französischen Außenpolitik, führen zu einer schmerzhaften Gewissensprüfung innerhalb des Quai d’Orsay“ des Außenministeriums, stellt die Tageszeitung fest. Das Blatt veröffentlicht den offenen Brief eines Diplomaten-Kollektivs, das den „Dilettantismus“, die „kurzsichtig medienorientierte Politik“ und die „Inkonsistenz“ der Außenpolitik von Staatschef Nicolas Sarkozy anprangert. „Die Stimme Frankreichs in der Welt ist unhörbar geworden“, bedauert das Kollektiv, das sich „Marly-Gruppe“ nennt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.