Es ist "das Treffen des Jahres“, kündigt Ta Nea an, neben einem Bild, auf dem sich Giorgos Papandreou und Angela Merkel um eine Ein-Euromünze streiten. Am Dienstag, dem 22. Februar, trifft sich der griechische Ministerpräsident mit der Bundeskanzlerin in Berlin, um die Möglichkeiten für eine "definitive Regelung des Griechenlandproblems“ zu besprechen, erklärt die Athener Tageszeitung, die zudem anmerkt, dass dieses Treffen zwei Tage nach den Landtagswahlen in Hamburg stattfindet – dem ersten Termin eines gut gefüllten Wahljahres in Deutschland, den Merkels Partei allerdings verloren hat. Giorgos Papandreou hätte gerne, dass Griechenland von den Haushalts- und Sozialforderungen, die in dem von Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen Pakt für Wettbewerbsfähigkeit formuliert sind, befreit bleibt. Papandreou und Merkel dürften auch über eine mögliche Verlängerung der Rückzahlungsfrist für die bei der EU und beim IWF zu günstigen Zinssätzen aufgenommenen 110 Milliarden Euro sprechen.
Griechenland
Athen, Berlin und die Zeit nach der Krise
21. Februar 2011
Presseurop
Ta Nea Ta Nea, 21. Februar 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.