„Die Rumasa-Blase explodiert“, titelt die Tageszeitung ABC. Am Vortag wurde die Zahlungsunfähigkeit von sechs Gesellschaften des Industriekonzerns Nueva Rumasa bekannt gegeben, dessen Führung in der Hand des aufstrebenden Geschäftsmanns José María Ruiz Mateos und seinen sechs Söhnen liegt. Die Schulden des Konzerns belaufen sich auf 700 Millionen Euro. Erreicht er innerhalb von vier Monaten keine Einigung mit seinen Gläubigern, steuert er auf den Bankrott zu. ABC berichtet, dass fast 5000 Kleinanleger ihr Geld in die „sehr einträglichen“ privaten Emissions-Schuldverschreibungen des Konzerns investiert haben, die bis zu 12 Prozent Rentabilität versprachen. „Wenn ich das Geld nicht zurückzahlen kann, jage ich mir eine Kugel in den Kopf“, hatte Ruiz Mateos der Presse versichert. Seine Holding, die eine der größten des Landes war, wurde 1983 aufgrund von Veruntreuung verstaatlicht. Ruiz Mateos konnte anschließend durch Rechtsverfahren einige seiner Unternehmen wieder zurückerlangen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.