„Großbritannien unter Beschuss wegen Waffenhandels mit Bahrain“, titelt The Independent. Die britische Regierung wird kritisiert, weil sie Waffen an mehrere arabische Regierungen verkauft hat, die in den letzten Wochen hart gegen prodemokratische Protestaktionen vorgingen. Die Tageszeitung berichtet, die Regierung habe letztes Jahr grünes Licht für den Verkauf von Material zur Crowd-Control gegeben, wozu „CS-Handgranaten, Sprengladungen, Rauchgranaten und Knallkörper“ gehörten. Diese Genehmigung erfolgte während der Wahlen in Bahrain im Oktober 2010, die durch eine Razzia auf Shia-Oppositionsgruppen befleckt wurden. In den letzten beiden Tagen wurden während Protestaktionen gegen die äußerst unbeliebte Regierung des kleinen Golfstaats mindestens vier Personen getötet und 231 weitere verletzt. Großbritanniens konservative Regierungspartei besitze langjährige Verbindungen zu Bahrain, so der Independent.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.