„Schlecht für unser Image“, bedauert De Standaard mit diesem Zitat des belgischen Übergangsministerpräsidenten Yves Leterme, nachdem Belgien gestern den Weltrekord der längsten Zeit ohne Regierung gebrochen hat. Der Tageszeitung zufolge „gefiel der Welt die surrealistische Art Belgiens, diesen Weltrekord zu feiern“: Bilder der „Pommes-Revolution“, halbnackte Demonstranten und große Partys wurden in die ganze Welt übertragen. „Der Höhepunkt war, als gegen Mitternacht der inoffizielle Wanderpokal für ‚Regierungsbildung’ von einer Delegation des früheren Preisträgers Irak überreicht wurde“, berichtet der Standaard. Belgien versucht nun seit 250 Tagen, eine Regierung zu bilden, doch die Situation bleibt voraussichtlich noch eine Weile am toten Punkt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.