„Florence Cassez, eine Staatsaffäre“ schreibt Le Figaro, nachdem Mexiko seine Teilnahme an den kulturellen Veranstaltungen des „Mexiko-Jahrs“ in Frankreich abgesagt hat. Im Zentrum der diplomatischen Krise: Florence Cassez, eine 36-jährige Französin, die im April 2008 wegen Beihilfe zur Entführung, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Waffenbesitz zu 90 Jahren Gefängnis verurteilt wurde (das Strafmaß wurde 2009 auf 60 Jahre gesenkt). Paris fordert seit drei Jahren die Überstellung von Cassez in ein französisches Gefängnis. Nachdem das Urteil am 10. Februar im Berufungsverfahren bestätigt wurde, spitzt sich die Krise zu. „Bis jetzt ist kein gutes Ende in Sicht“, notiert Le Figaro. Und „die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder werden vermutlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Mexiko-Jahr ist eine ebenso kulturelle wie wirtschaftliche Veranstaltung.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.