„Entlassung eines Dschihadisten nach nur fünf Jahren. Er half den Attentätern vom 7. Juli 2005“, titelt The Guardian nach der "diskreten" Entlassung von Mohammed Junaid Babar, einem aus den USA stammenden Moslem aus einem amerikanischen Gefängnis. Babar, der in Pakistan das Trainingslager organisiert hatte, in dem die Verantwortlichen der Londoner Anschläge von 2005 den Umgang mit Sprengstoff lernten, wurde 2004 von einem New Yorker Gericht in fünf Anklagepunkten des Terrorismus schuldig gesprochen. Seine Entlassung – er war zu 70 Jahren Gefängnis verurteilt worden – erklärt sich auf seiner von einem New Yorker Richter angedeuteten „außerordentlichen Kooperationsbereitschaft“, die er bereits vor seiner Verhaftung zeigte. Damit stellt sich die Frage, ob Babar nicht „ein amerikanischer Informant war, als er den Attentätern vom 7. Juli half“, schreibt The Guardian. In einem Interview erklärten die Anwälte Babars der Londoner Tageszeitung: „Die amerikanische Regierung hat ihn verteidigt. Sie benutzten Worte wie 'außergewöhnlich' und 'noch nie dagewesen'. Die Kooperation von Babar mit der Justiz war tatsächlich spektakulär.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.