„Eine Million Frauen: Berlusconi, tritt ab!“, titelt die Repubblica am Tag nach der Demonstration „Se non ora, quando“ („Wenn nicht jetzt, wann dann?“). Bei den Protesten von Frauenbewegungen und dem "lila Volk" in über 230 Städten forderten die Demonstranten mehr Respekt vor der Würde der Frauen und den Rücktritt des wiederholt in Sex-Skandale verwickelten Regierungschefs, gegen wegen Prostitutionsdelikten mit Minderjährigen ermittelt wird. Der Cavaliere, ergänzt die Zeitung, beklagte eine parteipolitische Instrumentalisierung der Demonstrationen. Im Innenteil der Mailänder Tageszeitung lobt die Feministin Natalia Aspesi die Initiative, die ihrer Meinung nach vom „plötzlichen Erwachen derer zeugt, die zum Stillschweigen, Erdulden, Anpassen verdammt waren […] das 'basta' der Frauen richtet sich gegen die Behandlung von Frauen als Ware und die Erniedrigung eines ganzen Landes.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.