Polens Sozialausgaben sind niedriger als in jedem anderen EU-Staat, berichtet Dziennik, und blieben sogar hinter ärmeren Ländern wie Rumänien oder Bulgarien zurück. Laut einer jüngsten Eurostat-Studie gibt Polen nur 0,8 Prozent seines BIP für Sozial- und Familienhilfen aus, dies entspreche dem Durchschnitt eines Entwicklungslands. Zahlreiche NGOs schlugen bereits lange Alarm, dass viele Sozialhilfeempfänger in äußerster Armut lebten, schreibt die polnische Zeitung und zitiert das Beispiel von Wiesława Sobocińska, einer alleinerziehenden Mutter von sieben Kindern, die von 1.400 Zloty Sozialhilfe im Monat (350 Euro) lebt. Laut Experten liegt das Problem weniger im fehlenden Geld, sondern in einer unsinnigen Verteilung. "Wir hängen dem Westen zwanzig Jahre hinterher", meint Anna Oińska von ATD Fourth World, einer internationalen Bewegung, die Armut und sozialer Ausgrenzung ein Ende setzen will. "Sozialhilfe wird unsinnig verteilt, nach der immer gleichen simplen Schablone und außerhalb jeder öffentlicher Kontrolle."
Sozialhilfe
Polens Wohlfahrt am Boden
8. Juli 2009
Presseurop
Dziennik Gazeta Prawna
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.