„Lenihan verschiebt Zehn-Milliarden-Euro-Förderung für die Banken auf Zeit nach den Wahlen“, titelt die Irish Times. Bereits jetzt liegt die Rechnung für die Rettung der irischen Zombie-Banken bei atemberaubenden 50 Milliarden Euro. Der aus dem Amt scheidende irische Finanzminister kündigte an, dass eine neue Finanzspritze nötig sein werde – aber erst nach den Parlamentswahlen am 25. Februar. Damit übergibt Lenihan der neuen Regierung einen Schierlingsbecher. Dafür verantwortlich sei seiner Meinung nach aber der Verzug der kollabierten Regierung. Zudem betont er, dass die EU, der IWF und die Europäische Zentralbank (EZB) damit einverstanden seien. „Ich handele so, wie es die Verfassung vorsieht. Die Situation wäre eine andere, wenn die Regierung die Mehrheit nicht verloren hätte“, erklärte er. Wie die Dubliner Tageszeitung berichtet, wird man die zehn Milliarden „dem staatlichen Rentenreservefonds entnehmen“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.