„Axel Weber gibt auf“, titelt die Financial Times Deutschland nach dem Verzicht des Bundesbankchefs auf eine weitere Amtszeit als oberster Währungshüter Deutschlands. Damit stieg Weber überraschend auch aus dem Rennen um den Vorsitz der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Für Angela Merkel ist das ein Affront. Die Kanzlerin wollte diesen Schlüsselposten mit einem Deutschen besetzen, nun fehlen ihr aber die Kandidaten. Der Euro werde daran aber keinen Schaden nehmen, urteilt die Hamburger Tageszeitung. Es gebe noch viele andere, die eine unabhängige EZB-Politik gegen jede Inflation durchsetzen könnten. Webers Rückzug könnte sogar deutschen Plänen für eine Wirtschaftsregierung zum Durchbrauch verhelfen, denn „der Widerstand würde noch größer ausfallen, säße zusätzlich auch noch ein Deutscher auf dem EZB-Chefposten“, schließt die FTD.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.