„Auseinandersetzungen bei der Anti-Premier-Prozession“, titelt La Stampa nach der Demonstration von rund tausend Anhängern des „Lila Volkes“ vor der Privatresidenz Silvio Berlusconis in Arcore (in der Nähe von Mailand). Die von den ägyptischen Protesten inspirierten Demonstranten forderten Berlusconis Rücktritt und hielten dem Regierungschef vor allem seine Verwicklung in die jüngsten Sex-Skandale vor. Die Polizei musste eingreifen, als eine Gruppe von Demonstranten versuchte, bis zum Tor der Residenz vorzudringen und, so La Stampa, einen „Angriff auf das Herz des Berlusconismus“ zu führen. „Kein Ort ist Berlusconi so heilig wie Arcore“, schreibt die Zeitung und erinnert daran, dass die zu Beginn der politischen Karriere vom Cavaliere gekaufte Villa San Martino, ehemaliger Schauplatz politisch-strategischer Treffen, in jüngerer Zeit zum Ort abendlicher Ausschweifungen wurde, die Berlusconi nun in Verlegenheit bringen.
Italien
Protest im Berlusconiland
7. Februar 2011
Presseurop
La Stampa La Stampa, 7. Februar 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.