„Europäische Staatschefs verzögern Revision des Rettungsschirmes", titelt die FT. Die 440 Milliarden Euro-Rettungsschirm würde ein weitaus größeres Kreditpotential bekommen, um die Schuldenkrise der Eurozone anzugehen, schreibt die Zeitung. Die Financial Times habe schon einen Entwurf zu Gesicht bekommen, in dem der Fonds dazu berechtigt sei, Schuldscheine auf dem freien Markt zu kaufen. Konkrete Pläne werden aber vor nächstem Monat noch nicht fertig sein. Bis jetzt sei Deutschland, das den größten Anteil der Rechnung tragen müsse, nicht dazu bereit gewesen, Staatsschuldverschreibungen zu kaufen, um seine verschuldeten Partner zu stützen. Eine Abstimmung der 17 Länder der Eurozone in Bereichen wie Steuer, Renten und Schuldgesetzen wird im Entwurf erwähnt, wenngleich auch kein Mitgliedsland zum von Angela Merkel verfochtenen „Wettbewerbs-Pakt“ verpflichtet würde, fügt die FT hinzu.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.