Der Pole Jerzy Buzek wird sehr wahrscheinlich der neue Präsident des Europäischen Parlaments werden, so berichtet die polnische Tageszeitung Rzeczpospolita. Seine Nominierung scheint eine ausgemachte Sache zu sein, nachdem sich die beiden größten Parlamentsfraktionen, die Sozialisten und die Christdemokraten, Anfang der Woche einig wurden: "In der ersten Hälfte der Amtszeit soll ein Christdemokrat den Vorsitz über die Versammlung führen, in der zweiten Hälfte dann ein Sozialist", erklärte Tony Robinson, Sprecher der sozialistischen Fraktion im EU-Parlament.
Nach dem Rücktritt seines Hauptkonkurrenten, des Italieners Mario Mauro, hat Buzek gute Chancen auf einen Wahlsieg. Laut Berechnungen der Rzeczpospolita kommt Buzek mit Unterstützung der Christdemokraten und Sozialisten auf ca. 447 Stimmen der 736-sitzigen Versamlung. Das Parlament wählt seinen neuen Vorsitzenden während der Eröffnungssitzung nächste Woche in Straßburg. Nach Angaben der Rzeczpospolita dürfte der Pole auch von den Liberalen unterstützt werden, die "nichts gegen seine Kandidatur haben", sowie von Abgeordneten aus den neuen Mitgliedsstaaten in den kleineren Fraktionen, für welche die Wahl Buzeks zum ersten aus einem der ehemaligen Ostblockländer stammenden Präsidenten ein "Symbol für die Veränderungen" wäre, die innerhalb der EU fünf Jahre nach der Erweiterung stattgefunden haben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.