„Warum der König Reynders zum Informateur ernannt hat“, titelt La Libre Belgique. Nachdem die verschiedenen Vermittler alle gescheitert sind, beschloss Albert II. nun, den frankophonen Liberalen – welche bisher von den Regierungsunterhandlungen ausgeschlossen waren – freie Hand zu lassen und ernannte am 2. Februar ihren Chef, Didier Reynders, an die Spitze einer zweiwöchigen „Informationsmission“. Reynders soll überprüfen, ob auch wirklich ein „politischer Wille“ besteht, um zu einer „institutionellen Übereinkunft“ zu gelangen, was der Stein des Anstoßes bei den vorigen Regierungsbildungsversuchen war. „Nun sind also die Liberalen am Zug. Falls eine Verhandlung mit den liberalen Parteien scheitert, dann gibt es wahrscheinlich keinen anderen Ausweg als Neuwahlen. Mit dem Risiko, dass der Nationalismus in Flandern noch weiter fortschreitet“, schreibt La Libre Belgique in einem Editorial mit dem Titel „Viel Glück“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.