„Minister beriet Libyen für Freilassung von Lockerbie-Bomber“, titelt der Daily Telegraph. Nach WikiLeaks-Dokumenten, die der Zeitung vorliegen, wurde das Regime von Muammar al-Gaddafi von britischen Regierungskreisen heimlich beraten, wie es die vorzeitige Freilassung des libyschen Terroristen Abdelbaset al-Megrahi im Jahr 2009 sicherstellen könne. So habe ein hoher Beamter des Außenministeriums den Libyern genaue Anweisungen gegeben, wie sie Megrahis Krebs-Diagnose zu nutzen hätten, um dessen Freilassung aus einem schottischen Gefängnis zu erwirken“, berichtet die Londoner Tageszeitung. Megrahi war 2001 in Schottland wegen des Mordes an 270 Passagieren des Pan Am-Flugs 103 im Dezember 1988 zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. „Diese Enthüllung untergräbt ernstlich die Behauptungen der britischen Regierung, dass sie nichts mit der Freilassung al-Megrahis zu tun habe, und dass die schottische Regierung diese Entscheidung ganz allein getroffen habe“, schreibt der Telegraph. Großbritannien wird verdächtig im Gegenzug zur Freilassung einen lukrativen Öl-Handel mit Libyen abgeschlossen zu haben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.