„Menüs nur für Polen“ titelt Gazeta Wyborcza und berichtet über verschiedene Restaurants in der Stadt Posen, die es ablehnen, Roma zu bedienen. „Roma kommen gruppenweise, machen einen Höllenkrach und hinterlassen ein absolutes Durcheinander”, rechtfertigt sich die Besitzerin des Restaurants Cuba Libre, Klaudia Lopez. Das Verbot ist verfassungswidrig. Jedoch hat die Polizei eine formelle Beschwerde der lokalen Roma-Organisation abgewiesen. Das Innenministerium will nun Vermittler nach Posen schicken, um die Gespräche zwischen Roma und Restaurantbesitzern anzustoßen.
„Fälle von aggressivem Verhalten gegenüber Roma verzeichnet Polen täglich [geschätzte 35.000 von ihnen leben dort]. In Breslau und Lublin wurden wir aus Geschäften geschmissen. In Beuthen wurden Roma auf brutalste Weise angegriffen“, erzählt der Mitbegründer des Vereins polnischer Roma, Roman Kwiatkowski, der Tageszeitung und fügt hinzu: „Keine andere Minderheit wird in Europa so sehr diskriminiert wie die Roma. Ihre Situation gleicht so langsam derjenigen der Juden vor dem Zweiten Weltkrieg.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.