„Shame“, eine Schande: Einen Tag nach dem erneuten Scheitern der Vermittlungsrunde zwischen den politischen Fraktionen Belgiens zur Regierungsbildung übernimmt De Morgen auf seiner Titelseite den Slogan der Demonstration vom 23. Januar. Das Titelblatt zeigt auch eine Fotoserie mit verschiedenen Spitzenpolitikern, die während der nun 228 Tage andauernden politischen Krise im Königspalast ein- und ausgegangen sind. Sie werden wahlweise als „Entdeckungsreisende“, „Pfadfinder“ oder „Vermittler“ bezeichnet. Letzter der Runde, der flämische Sozialist Johan Vande Lanotte hat nun am 26. Januar sein Amt als „Vermittler im Auftrag des Königs“ aufgegeben. Der König sei wieder am Ball, notiert De Morgen, „wenn auch niemand weiß, wie ihm dieses Puzzlespiel gelingen sollte.“ Um aus der „Sackgasse“ herauszukommen, wird Albert II. voraussichtlich alle Parteichefs, die sich gegenseitig die Schuld am politischen Patt zuschieben, erneut zu Gesprächen vorladen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.