„Finanzmärkte stürzen sich auf europäische Anleihen“, titelt Les Echos. Am 25. Januar borgte sich der Europäische Stabilitätsfonds (EFSF) 5 Milliarden Euro von Investoren, von denen 3,3 Milliarden sofort an Irland weitergegeben werden sollen. „Die Emission der Anleihen fand reißenden Absatz: Es gab mehr als 500 Gebote aus aller Welt, unter anderem aus Asien“, berichtet das Wirtschaftsblatt. Diese erste Ausgabe von EFSF-Anleihen sei ein „durchschlagender Erfolg“ gewesen, urteilt die Zeitung. „Mit allem Respekt für die Euroskeptiker, dieser Erfolg beweist unter anderem und vor allem, dass die Reaktion der Union auf die Krise innerhalb der Eurozone richtig war. Die Solidarität der Gemeinschaft hat sich ausgezahlt.“ Auch stelle dieser Vorgang einen „Bruch“ dar, denn „für zahlreiche Anleger sind die Wertpapiere der EFSF, die fast dieselben Garantien wie deutsche Anleihen bei höheren Zinsen bieten, einen Vorgeschmack auf die kommenden Eurobonds.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.