„Haushalt spart auf Kosten der Rentner“, titelt Dziennik Gazeta Prawna nach Ankündigung der radikalsten Rentenreform in Polen seit elf Jahren. In dem bestehenden teils privaten und teils öffentlichen Rentensystem zahlen die Polen 7,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens in private Rentenfonds (OFE) und 12,3 Prozent in die öffentliche Sozialversicherung (ZUS). Um einer Zahlungsunfähigkeit vorzubeugen, kappt die polnische Regierung die Beitragszahlungen für OFEs auf 2,3 Prozent und schichtet sie auf die öffentlichen Versicherungsträger um. Laut der Regierung sichere dies in Zukunft höhere Renten, doch Experten zeigen sich skeptisch. „Das schon komplizierte System wird noch komplizierter. Auf der einen Seite müssen die Staatsfinanzen in den Griff gekriegt werden, auf der anderen Seite müssen die Rentner beruhigt werden“, schreibt das Blatt aus Warschau und schätzt, dass die im April in Kraft tretende Umschichtung Einsparungen in Höhe von 1,2 Prozent des BIP ermöglichen wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.