Nach 20 Jahren des Wartens haben die Tschechen es endlich geschafft: "Die Koalition hat sich auf eine Rentenreform geeinigt", titelt Lidové noviny. Diese von der Prager Tageszeitung "intelligent“ genannte Reform beruht auf fünf Säulen. 1.) die unter 40-jährigen müssen 3 % Sozialabgaben in private Rentenfonds einzahlen (für die Älteren ist der Beitrag freiwillig); 2.) die Mehrwertsteuer wird auf 19% vereinheitlicht; 3.) Familien mit Kindern haben Anrecht auf Steuerermäßigungen und tiefere Sozialabgaben; 4.) für die niedrigeren Einkommen werden die höheren Lebenshaltungskosten durch Sozialzuschüsse kompensiert und 5.) für die Rentner durch die Erhöhung ihrer Renten. Lidové noviny begrüßt dieses auf der Komplementarität der Renten basierende System, denn es lehnt sich nach Ansicht der Zeitung an "Großmutters Rat“ an, "nicht alles auf eine Karte zu setzen“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.