i, 14. Januar 2011
Portugal gab im vergangenen Monat 1,5 Milliarden Euro aus, um seine eigenen Staatsanleihen aufzukaufen, schreibt i. Die Tageszeitung aus Lissabon erklärt, es sei darum gegangen, "die Liquiditäten des Zweitmarkts“ mit einem Sonderfonds zu stützen, der Gelder aus Privatisierungen zum Begleichen öffentlicher Schulden nutzt. Im laufenden Jahr wurden 1,1 Milliarden an Schulden mit einem über dem Marktpreis liegenden Zinssatz an China verkauft. "Wer neue Kunden finden will, muss attraktivere Konditionen bieten“, sagte i ein anonymer Marktanalyst. Portugals Defizit 2010 beläuft sich auf insgesamt 151,7 Milliarden Euro, Schulden der Kommunen, von Madeira, den Azoren und anderen staatlichen Stellen nicht mit inbegriffen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.