Público vom 3. Juli 2009.
Die letzte Parlamentssitzung vor der Sommerpause und den Wahlen am 27. September hätte für den portugiesischen Ministerpräsidenten José Sócrates schlimmer nicht ausgehen können. Innerhalb von weniger als zwei Stunden war er dazu gezwungen seinen Wirschaftsminister Manuel Pinho zu entlassen und durch seinen Finanzminister Teixeira des Santos zu ersetzen. In einer bewegten Debatte um die Kiesmienen von Aljustrel machte Pinho die in Portugal bitterböse "Hörner"-Geste in Richtung des kommunistischen Abgeordneten Bernardino Soares. Pinho entschuldigte sich zwar sofort, bemerkt Público. Doch es war bereits zu spät. Sócrates "hatte sich bereits beim ganzen Land für diese unentschuldbare Handlung entschuldigt", die er "zutiefst" bedauerte.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.