"Halber Schutzschild für Berlusconi“, titelt La Reppublica einen Tag, nachdem das italienische Verfassungsgericht das umstrittene Immunitätsgesetz teilweise aufgehoben hat. Berlusconi hatte das Gesetz durchgepaukt, um sich vor Korruptionsklagen zu schützen. Die Tageszeitung erklärt, dass die – vom Regierungschef als "Linke“ beschimpften – Verfassungsrichter urteilten, dass Berlusconi nicht mehr "pauschal“ seine Amtsgeschäfte anführen kann, um Verhandlungen fernzubleiben. Es läge bei den Richtern, die Stichhaltigkeit seiner Entschuldigungen zu prüfen. Die Entscheidung des Gerichts wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf laufende Verfahren haben, deren Anklagepunkte alle kurz vor der Verjährung stehen, präzisiert La Stampa. "Und auch nicht das Klima der Ungewissheit ändern, das seit Monaten Regierung und Parlament blockiert.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.