The Economist, 14. Januar 2011
Es erinnert alles sehr an letztes Jahr, meint The Economist. Anleihenrenditen erreichen Höchstsätze in ganz Europa und Portugals Zinssatz für Zehnjahresanleihen ist auf 6,7 Prozent gestiegen. "Europas Rettungsstrategie, die die Finanzmärkte beruhigen und zugleich einen Schutzwall zwischen den Randgebieten und dem Kern der Eurozone errichten sollte, funktioniert nicht“, erklärt die Wochenzeitung. Die Lösung? Der Plan B: Umstrukturierung der Staatsschulden. Passiere in dieser Hinsicht nichts, werde alles nur noch schlimmer, heißt es im Economist, und die Expertise des IWF müsse nun auch durch die entsprechende politische Courage von Seiten der EU ergänzt werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.