Das oberste dänische Gericht hat die Klage von 35 dänischen Bürgern gegen den Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen (der liberalen Partei Venstre) zugelassen, schreibt die Tageszeitung Berlingske Tidende. Den Klägern zufolge, darunter zahlreiche Prominente aus Politik und Kultur, habe der Regierungschef verfassungswidrig gehandelt, als er den Lissabon-Vertrag im Parlament ohne vorherige Volksbefragung ratifiziert hat. In seinem Leitartikel vertritt das Blatt die Meinung, dass der damalige Ratifizierungsprozess von einer Mehrheit der Dänen mitgetragen wurde und hofft, dass die Justiz dem Regierungschef Recht geben wird, ansonsten „kommen die Maastricht-Zeiten zurück, mit ihren endlosen Diskussionen über die Möglichkeit, isoliert von der EU zu leben.“ Die Dänen hatten 1992 den Maastricht-Vertrag per Volksentscheid zunächst abgelehnt und erst 1993 nach dem Durchsetzen von Sonderklauseln ratifiziert.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.