„Sabotage am Europäischen Rechnungshof“, titelt De Volkskrant. Die Tageszeitung veröffentlicht die Anschuldigungen von Maarten Engwirda, einem ehemaligen Mitglied des Hofes. 15 Jahre lang kontrollierte er die Ausgaben der Union und heute prangert er seine ehemaligen Kollegen an. Engwirda beschreibt die nach seinen Worten betrügerischen Machenschaften seiner Ex-Kollegen. Sie manipulierten Prüfberichte und strichen „finanzielle Ordnungswidrigkeiten heraus“, die sie eigentlich öffentlich machen sollten. Laut Engwirda herrsche am Rechnungshof eine „Kultur des Schweigens“, die unlauteren Ausgaben der Mitgliedsstaaten Tür und Tor öffnen würde. Er betonte jedoch, dass sich die Lage seit 2005 verbessert habe, als der EU-Kommissar für Betrugsbekämpfung Siim Kallas bemängelte, dass die Zahlen in dem Bericht nicht korrekt seien. 2009 wurden schätzungsweise 3,8 Milliarden Euro von den Staaten nicht ordnungsgemäß ausgegeben, das entspricht 3,3 Prozent des EU-Haushalts und ist der niedrigste Satz seit je.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.